Projekt: 24 Künstler - 1 Werk

 Poster Kampagne 24 Bilder

Wie bringt man in Pandemietagen Menschen zusammen – wenn eben menschliche Nähe nicht im eigentlichen Sinne möglich ist ?

Die Antwort des Kunstverein Deggendorf: Mit einem Projekt welches viele mit einbindet, zur Zusammenarbeit einlädt und zuallererst auch Spaß macht ! Konkret umgesetzt werden diese Punkte im Projekt „24 Künstler – 1 Werk“.

Die Idee dazu ist nicht neu, aber man muss nicht das Rad immer wieder neu erfinden. Und bereits im Vorfeld der Planung haben sich viele helfende Hände bereiterklärt, das ihre dazu beizutragen. Karin Ostermeier-Leeb hat das Projekt initiiert und kommt ins Schwärmen. Im heimischen Wintergarten ist es trotz frischer Witterung angenehm warm und bei Kaffee und frisch zubereitetem Erdbeerkuchen lässt es sich noch mal so gut erzählen. „Die Idee habe ich mir bei der Freien Malgruppe Dachau geklaut“, schmunzelte sie. Die Szene zeigt ein Stück Stadtzentrum und wirkt eigentümlich bunt – sehr bunt sogar. Vorlage war ein Foto, das im Format 1:1 in quadratische Segmente zerteilt wurde. Jeder der beteiligten Künstler bekam ein Segment zugewiesen und musste das mit eigenen Maltechniken und eigenem Farbempfinden auf einem Stück Leinwand wiedergeben. Am Ende wurden die Segmente wieder zusammengesetzt und zu einem Gesamtwerk aneinandergefügt. Das Resultat wird am Ende versteigert, die Endsumme einer karitativen Einrichtung zugeführt.

Das aktuelle Höchstgebot liegt übrigens bei 2000 Euro

Die Deggendorfer Variante ist ein so genanntes Drohnenfoto der Stadt Deggendorf, das von dieser Seite auch dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt wurde. Es zeigt im Vordergrund das letztjährige Riesenrad auf dem Luitpoldplatz mit dem Alten Rathaus links hinten und noch weiter hinten den Anfang des Bayerischen Waldes, der sich über die Dächer der Donaustadt erhebt. Auch dieses Foto wurde im Format gedruckt, wie es anschließend aussehen soll. Dafür hat das Architekturbüro Kress einen Plotter angeworfen, ein üblicher Drucker wäre bei dem Format von über zwei Quadratmetern überfordert.

IMG 02drgz52

 

Dazu hatten sich in der ersten Phase des Projekts sich zunächst alle Künstler mit den Utensilien versorgt.

Karin Ostermeier-Leeb hatte dazu gemeinsam mit Christine Weileder-Just 24 Tüten vorbereitet, jede versehen mit einer Leinwand im Format 30 mal 30 Zentimeter, dazu der eigene Ausschnitt des Gesamtbildes. Anschließend wurden durch Losverfahren die 24 Abschnitte den beteiligten Künstlern zugeordnet. Ostermeier-Leeb hat den Künstlern bis zum 31. Juli Zeit gegeben das Werk fertigzustellen und einzureichen. Stefan Peter, der Handmaler, hatte die Leinwände gestellt, und er hatte schliesslich die Aufgabe das Gesamtwerk bis Mitte September zusammenzufügen und zu Rahmen. Aktuell beginnen die Vorberreitungen für die Wanderausstellung des fertigen Werkes. (Stationen siehe Plakat oben )

Am Ende soll das Werk im Rahmen einer Benefiz Versteigerung seinen Besitzer wechseln und an Weihnachten übergeben werden.

Initiiert wurde das Projekt durch besagte Karin Ostermeier-Leeb gemeinsam mit der Stadträtin Hela Schandelmaier, die als Kunsthistorikerin Mitglied im Deggendorfer Kulturausschuss ist. Eine Idee war die, ein knappes Drittel des Deggendorfer Kunstvereins auf ein gemeinsames Projekt einzuschwören und so eine verbindende Ebene in der Kunst zu schaffen.

IMG 20210420 0001 page 002341